Q13: Der Besuch

Wir, also das Zimperlieschen und ich, hatten Besuch. Tante Sophie war da, die kalte Sophie. Das ist nun eigentlich kein besonderes Event, weil die Tante nicht gerade nett ist. Eigentlich sogar eher abweisend und frostig.

Das Zimperlieschen war dennoch richtig hippelig und aufgeregt in den Tagen davor. Weniger wegen der Tante, die kannte sie ja vorher gar nicht, wie sie überhaupt nur wenig kennt; sie ist ja noch so klein.

Nein, Lieschen hippelte, weil wir vorher ausgemacht hatten, dass sie ins Freie darf, wenn die Tante wieder weg ist. Raus in die Sonne, mit Kniestrümpfen und allen Schikanen.

“Wann geht denn die Tante endlich?”

“Ach, Lieschen!” Ich hatte Angst, sie platzt vor Spannung. “Sophie ist doch noch gar nicht da, Dummerchen, wie soll sie denn da schon wieder gehen?”

“Sie soll gehen, die Tante, wann geht sie denn endlich?”

“Die Tante Sophie ist sehr zuverlässig, weißt du, sie kommt immer am 15 Mai. Jedes Jahr, also auch dieses Jahr. Verlass dich drauf, sie kommt. Und wenn sie erst mal da ist, dann geht sie auch wieder- meist schon abends, nur manchmal bleibt sie über Nacht.”

Und so war es dann auch. Sophie kam pünktlich und verstand Gott sei Dank kein Tomatisch. Sonst hätte sie sicher das dauernde “Sie soll gehen! Sie soll gehen!” aus dem Gartenhaus gehört. Das hätte peinlich werden können. Aber alles lief glatt: wie jedes Jahr war der Besuch recht frostig und zu allem Elend wollte sie auch noch über Nacht bleiben, brach aber wenigstens gleich nach dem Frühstück wieder auf.

Meine ersten Schritte lenkten mich natürlich sofort ins Gartenhaus, wo ich schon ungeduldig erwartet wurde: “Wo bleibst du denn? Ist sie weg? Hast du mir Kniestrümpfe mitgebracht? Juhuuu! Ich darf raus! Ich darf raus!”

Sophie war kaum um die Ecke, der Himmel war bewölkt. Der Wind – “aus wechselnden Richtungen, teilweise böig” – war kalt und unangenehm. Ich fröstelte, aber natürlich war Lieschen nicht mehr zu halten. So nahm ich sie also an der Hand und wir gingen zu ihrem neuen Zuhause. Draußen! In der Sonne! Wie eine richtige, erwachsene Tomate!

Ich ließ sie sie allein, ging zur Terrasse zurück, um erst mal zu frühstücken und sah sie dort vorne im Gemüsegarten stehen: anmutig wiegte sie sich im Wind und streckte das Köpfchen der durch die Wolken brechenden Sonne entgegen. Gut, ein wenig kalt war es schon noch und ein bisschen Gänsehaut auf ihren Oberarmen konnte sie nicht verleugnen, aber sie ließ sich nichts anmerken. Tapferes Lieschen.

Am späten Nachmittag habe ich sie dann noch mal besucht, um nach dem Rechten zu sehen und zu fragen, ob ich ihr nicht doch eine warme Jacke bringen soll. Und ich traf auf ein sehr nachdenkliches Tomätchen:

“Sag mal, wir sind doch hier im Norden?” fragte sie unerwartet und ich bejahte. “Und du kommst aus München, stimmt’s?” fuhr sie fort und wieder nickte ich zustimmend. “Na dann.”

“Na dann? Wieso: Na dann? Was meinst du denn damit?”

“Ooch, nur so. Ich habe vorhin mal gegoogelt, was das mit der Tante Sophie so auf sich hat. Und soll ich dir mal was sagen? Die kalte Sophie gibt es hier im Norden gar nicht! Dafür gibt es hier schon am 11. Mai den Mamertus und die Eisheiligen fangen nicht wie im Süden erst am 12. Mai mit dem Pankratius an. Ist ja auch logisch. Normalerweise kommt die kalte Luft ja aus dem Norden und deshalb verschiebt sich das alles um einen Tag.”

“Aber du hast es ja gut gemeint”, sagte sie liebevoll. “Und weißt du was? Ein bisschen kalt war es gestern schon noch.”

Ich hätte nicht gedacht, dass WLAN so weit in den Garten reicht. Und ich hätte auch nicht gedacht, dass Tomaten so schnell erwachsen und vernünftig werden, wenn sie erst mal draußen stehen dürfen.

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Gustatorische Dissonanz

Ich rauche. Und ich kenne Menschen, die mich davor warnen. Und zu allem Elend halte ich diese Menschen nicht für grundsätzlich blöd. Also zumindest nicht alle und nicht immer.

Sowas erzeugt natürlich Spannungen. In den Sozialwissenschaften bezeichnet man das seit Leon Festinger (1957) als “kognitive Dissonanzen”. Die treten immer dann auf, wenn Informationen, Erkenntnisse oder Sinneseindrücke nicht so recht mit dem individuellen Selbstbild in Einklang zu bringen sind. Und solche Unstimmigkeiten werden in aller Regel als ziemlich unangenehm empfunden, kurz: sie machen das Gehirn wuschig und wollen so schnell wie möglich eliminiert bzw. harmonisiert werden.

Und kommt mir jetzt nicht mit dem Vorschlag, das Rauchen aufzugeben. Das hieße, das Gehirn zu unterschätzen, und das sollte man – zumindest in meinem Fall – nicht tun. Da gibt es nämlich noch tausend andere Möglichkeiten, man muss sich da nur mal mit einem Raucher unterhalten, wenn er nicht gerade draußen vor der Tür steht (oder sich – im Sommer – dazustellen).

Um aber jetzt den Nichtrauchern den Wind aus den Segeln zu nehmen, möchte ich ein anderes Beispiel nehmen. Im bekanntesten Experiment von Leon Festinger wurden Freiwillige stundenlang mit einer höllisch langweiligen Aufgabe malträtiert. Anschließend bat man sie, ihren Nachfolgern weiszumachen, dass diese Aufgabe wirklich Spaß mache. Für diese kleine Schwindelei wurde der einen Gruppe eine Belohnung von 1 Dollar angeboten, die andere Gruppe erhielt 20 Dollar. Und schließlich wurde Ihnen noch ein Formular untergeschoben, in dem sie unter anderem die Frage beantworten mussten, wie ihnen denn die Aufgabe eigentlich gefallen habe.

Während die Personen der gut entlohnte Gruppe meist zugaben, dass es unsäglich langweilig war, kreuzte die andere Gruppe unisono an, es sei gar nicht so schlimm gewesen. Offensichtlich war ein Dollar zu wenig, um ihre Lüge vor sich zu rechtfertigen. Weshalb sie kurzerhand die Dissonanz ein wenig reduzierten, indem sie sich selbst belogen.

Diese “Theorie der kognitiven Dissonanz” gehörte schon immer zu meinen Lieblingen. Es gibt unzählige schöne Experimente (unter anderem eines, indem schmutzige Wörter vorkommen, aber damit will ich die zarten Seelen meiner ausnahmslos jugendlichen Leser natürlich nicht behelligen). Und auch wer sich zunächst sicher ist, “sowas würde ich nie tun!”, der wird sich irgendwann geschlagen geben müssen: Der Mensch ist ein Meister der Lüge und schafft das am besten bei sich selbst. 1)

Mir ist jetzt allerdings aufgefallen, dass es beim Schmecken und Riechen einen ähnlichen Mechanismus gibt:

Seit ein paar Wochen steht vor meinem bevorzugten Supermarkt zweimal die Woche ein Hähnchenbrater, an dem ich vorbei muss, wenn ich den Markt verlasse und meist ohnehin die Geldbörse noch in greifbarer Nähe habe. Und immer riecht es aus dieser Bude herrlich, irgendwie archaisch und verlockend. Und immer tausche ich eine Tüte gegen einen Edelstein. Und immer schmeckt es fürchterlich.

Manchmal – beim Entsorgen der Tüte – ertappe ich mein Gehirn, wie es arbeitet: Schau dir mal das Preisschild an und vergleiche es mit dem Biohuhn bei der Geflügelfrau, was erwartest du? Überleg mal, wie lange die Dinger da schon schmoren, meinst du, das tut denen gut?. Was spricht denn dagegen, einen Vogel zu fangen, mit Gewürzen einzureiben und auf eine Bierdose geklemmt in den Ofen zu schieben? Bist du denn von allen guten Geistern verlassen?

Aber dann sind die Dissonanzen doch irgendwie zu groß und es stellt die Arbeit wieder ein. Es kommt noch so weit, dass ich am freien Willen zweifle!

 

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1) Man hätte sich die Theorie natürlich auch sparen können, weil schon Friedrich Nietzsche wusste: “Das habe ich getan, sagt mein Gedächtnis; das kann ich nicht getan haben, sagt mein Stolz; und endlich gibt mein Gedächtnis nach.”

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Q13: Das Zimperlieschen

“Hallo, Tomate” sagte ich vorsichtig. “Hallo”, kam eine piepsige Stimme von schräg unten. “Bist du mein Gärtner?” Das hörte sich schon mal gar nicht gut an.

“Hmmhh” nickte ich zustimmend. “Und genau darüber wollte ich mal mit dir reden, weißt du.”

“Wieso reden?” fragte sie aufgeregt, “weißt du etwa nicht, was du tun sollst? Du musst mich pflegen und hätscheln und ein bisschen düngen und gießen und ganz, ganz vorsichtig. Komm schon, du gast mich gesämt, jetzt musst du da auch durch.”

“Gesämt? Was soll das denn für ein Wort sein? Außerdem hab ich dich nicht gesämt. Weißt du, ich bin viel zu alt und kann keine Tomaten mehr kriegen. Ich hab dich adoptiert.”

“Uäääh!” weinte sie herzzerbrechend los. “Und wer war dann mein richtiger Gärtner? Wo komm ich her, wo soll ich hin und wer war meine Mama?”

Ich kam ins Stocken. “Du liebe Zeit, woher soll ich das wissen? Ich glaube, du kommst aus der Tomatenfabrik. Und Tomaten haben gar keine Mama. Hör auf zu weinen! Ich muss mit dir reden”

“Schon!” protestierte sie heftig, “natürlich haben Tomaten eine Mama! Los! Sag schon, wer war sie, wo ist sie, wann kommt sie?”

“Okay, Tomätchen, ist schon gut. Vielleicht hast du recht. Ich weiß es nicht. Aber schau, du hast eine nette Patentante, die Küchenschabe …”

“Igittigitt! So ein krabbelndes Käferchen? Ich kann Ungeziefer nicht ausstehen! Tu sie weg!”

“Jetzt mach aber mal einen Punkt, Tomate” sagte ich etwas resoluter. “Du kennst sie doch gar nicht! Die ist echt nett! Und sie macht sich sogar Sorgen um dich.”

“Ich will zu meiner Mama!”

“Sei nicht ungerecht. Sie meint es wirklich gut mit dir! Zu gut, sogar. Sie behauptet zum Beispiel, du bräuchtest ein Dach nur für dich allein…”

“Natürlich brauch ich das! Ich werd ja sonst nass, spinnst du? Ich werd braun, ich krieg die Braunfäule! Hiiilfe! Wo bin ich hier hingeraten? Bau sofort ein Dach, sonst sag ich’s meiner Patentante!”

Irgendwie begann das Gespräch in exakt die falsche Richtung zu laufen, aber ich wollte noch nicht aufgeben.

“Schau, Tomätchen, ich hab dir hier mal deine Tante aus dem Supermarkt mitgebracht. Und jetzt sieh genau hin: Ich schmeiß sie gegen die Wand – und sie kommt brav zurückgehoppelt und nix is passiert! Absolut nix, kein Makel nirgends. Und jetzt, pass auf, halte ich sie unter die Dusche! Na? Siehst du, wie sie sich freut? Also stell dich nicht so an – hier regnet’s doch eh kaum.”

“Sags doch einfach!” schrie sie los, “Sags! Dass du mich nicht magst! Dass du mich umbringen willst! Dass ich dir gar nichts bedeute! Dass du ein Rabengärtner bist! Los, sags schon!”

“Also hör mal her, Tomate” lenkte ich ein. “Wir müssen jetzt ein paar Wochen zusammenhalten. Notgedrungen. Und wenn beide ein bisschen nachgeben, dann wird das viel einfacher. Also du verzichtest auf das Dach und ich halt dir die Schnecken vom Leib. Abgemacht?”

“Nix da!” sagte sie, gefährlich ruhig. “§253 TomStgB: artgerechte Haltung. Das zieh ich durch! Ich bin rechtschutzversichert! Probiers nur!”

“Das ist ja Klasse. Gewerkschafterin, was? Bei der aktuellen Überlastung der Gerichte kommt es aber frühestens im Dezember zum Prozess. Überleg dir das gut. Weil bis dahin …

“Willst du mir drohen?”

“Nein, natürlich nicht!” versuchte ich zu vermitteln. “Aber deine Patentante… Zufällig weiß ich, dass sie schon Pläne hat, die ich jetzt natürlich nicht verraten will – ich kenn sie ja selber nicht.”

“Aber ich brauch doch einen Schutz!” sagte sie weinerlich.

“Jaaa, ich bau dir dein Drecks-Dach, alte Zimperliese! Aber halt jetzt die Klappe!”

Kennt jemand einen begabten Schreiner?

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Q12: Der kleine Mönch

Es war einmal ein junger Mönch. Man nannte ihn Fra Angelino, woraus wir erkennen können, dass es sich um einen italienischen Mönch handelte, dass er ein Gesicht wie ein kleines Engelchen hatte und dass er der eindeutige Liebling der älteren Damen war.

Genau das aber war sein Problem. Sicher, er hatte wegen seiner Profession der fleischlichen Lust entsagt und gedachte diese durch allerlei andere Genüsse zu kompensieren, aber es wollte ihm nicht so recht gelingen. Denn überall, wo er auftauchte, traf er auf eine liebliche, fast süßliche Grundstimmung: Dolce, wie das die Leute in seiner Gegend nannten – es ging ihm gehörig auf die Nerven.

Und so änderte er sein Facebook-Profil und gab sich den Beinamen L’Agretto, der Säuerliche. Die Agentur, die er für diesen Imagewechsel beauftragt hatte, war sich sicher, dass das klappen würde. Aber weit gefehlt! Carino und gracioso und nach wie vor dolce, das waren die Wortfetzen, die kurz vor der Ohnmacht über die Lippen der älteren und dank Facebook inzwischen auch jüngeren Damen kamen.

Eine eilig einberufene Krisensitzung in der Agentur kam dann zu dem Schluss, dass das zu einem großen Teil am spärlichen Bartwuchs des jungen Kunden liegen müsse, den man ja kaum als Flaum bezeichnen könne, und dass man fürderhin tunlichst an dieser Problemstelle ansetzen müsse. Man rief den Photoshop-Experten hinzu und binnen einer oder zwei Stunden war eine neue Kampagne geboren, die den Arbeitstitel “Barba del Frate” (Mönchsbart) trug.

Der Eventmanager der Agentur legte allerdings Wert auf die Feststellung, dass das wenig Aussicht auf Erfolg hätte, wenn man nicht einige begleitende Medien-Ereignisse inszenieren würde und man wolle zunächst mit einer Tournee anfangen, weil der direkte Kontakt zu den Fans auch im digitalen Zeitalter nicht zu ersetzen sei.

Und so kam es, dass der kleine Mönch seine Sandalen schnürte, um nördlich über die Alpen zu wandern, wo – so ging die Kunde -Menschen mit genügend Kaufkraft wohnen sollten. Ein wenig davon wollte er “abschöpfen”, wie der Finanzexperte der Agentur das genannt hatte.

Das alles dauerte seine Zeit, weil offene Sandalen auf den Alpenpässen …, na ja, Schwamm drüber, bei Gelegenheit müsste er wohl mal die Agentur wechseln. Immerhin traf er dann in Basel auf belebtes Gebiet und nachdem er das eine Weile beobachtet hatte, kam er zu dem Schluss dass das mit der Kaufkraft hier durchaus auch zutreffen könnte – zumindest traf er nur vereinzelt auf Hungerödeme oder eingefallene Wangen. So machte er dann Station, ließ sich auf dem Markt nieder und wartete auf sein erstes Opfer seinen ersten Kunden.

Wie der Zufall es wollte, war das – mit einem Einkaufskorb ausgerüstet – Robert, der Neugierige. Wie sich beider Blicke trafen, war auch schon verabredet, dass sich Fra Angelino auf seinem Marktstand ein wenig ausruhen könne, weil Robert eine bequemere Methode kannte, die Kunde vom Säuerlichen in die Welt zu tragen. Und das tat er dann auch: Zunächst mit Eiertätsch, wie der Marketing-Experte die Fritatta nennt, dann klassisch mit Spaghetti, oder mit Wasserstriwla oder …

Weltweit wurden jetzt Fanclubs gegründet und die einzig Leidtragenden waren ein paar italienische Standbetreiber auf regionalen Märkten, die das dauerende Nachgefrage nicht mehr hören konnten und notgedrungen zuhause anriefen: “Habt ihr was von diesem kleinen Engel gehört, der auch der Säuerliche genannt wird?” (Sie sagten natürlich L’Agretto, weil sie ja mit zuhause, also mit Italien telefonierten). Aber der Siegeszug war nicht mehr aufzuhalten.

Heike war natürlich sofort klar, dass sie handeln musste, als der erste Post in ihrem Feedreader auftauchte. Und weil sie sich nicht von dem – na ja: nicht immer zuverlässigen – Gemüsehändler um die Ecke abhängig machen wollte, hat sie sich Samen besorgt: L’Agretto, Mönchsbart, Barba die Frate, Senape dei Monaci, Barba del Negus – alle Beinamen, die die verzweifelte Agentur inzwischen in Umlauf gebracht hatte, passten gar nicht auf das kleine Samentütchen! Aber sie war damit autark und bereit für die nächste Stufe: Fernsäen, eine völlig neue und revolutionäre Ausgeburt der Evolution. Während der Samentransport in den Norden mit dem Wind sicher ein paar Jahrzehnte gedauert hätte, ging das mit DHL ratz, fatz.

Allzu südlich kann ich Q12 natürlich nicht ansiedeln, aber doch in Rufweite zu Oregano, Rosmarin und anderen italienisch-sprachigen Kräutern. 6-8 Wochen soll das dauern, mal schauen, ob der Mönchsamen das auch im hohen Norden schafft. Steph hat ihn ja schon auf dem Isermarkt entdeckt, aber ob der dort gewachsen ist oder von der Agentur eingeflogen wurde, wird sich dann ja wohl bald rausstellen. Und bis dahin können wir schon mal rätseln, was Heike sich mit dem kleinen Mönch einfallen lässt: mit Pasta? Zu Sauerbraten? Im Spätzlesteig? Es wird spannend.

Ob die Ernte auch so ausfällt wie in Kalifornien und ob der dort englisch redet und hier platt? Die Natur ist voller Überraschungen.

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Feuchtgebiete

Es ist alles so traurig, schluchz, seufz.

Alle Menschen außer den Eskimos dürfen im Süden wohnen, wo afrikanischer Wind für herrliche Temperaturen sorgt. Und hier? Frühlingstage mit grad mal 20 Grad! Wir haben das nicht verdient (kuller).

In der Zeitung steht, dass die FDP in den Umfragen wieder auf 7% kommt, es ist zum Verzweifeln (schneuz); wo kommen all die Deppen her?

Im Dezember geht die Welt unter. Und das, wo mein Holunderzweig doch frühestens in zwei Jahren wie Holunder aussieht. Es ist alles so traurig, schluchz.

Man könnte mich jetzt eine Memme nennen: wegen sowas weint man doch nicht!

Aber wenn ich Robert richtig verstanden habe, dann wird Gritlis Schokoladenkuchen nur durch Tränen so schön feucht. Und was soll ich sagen: es klappt. Ich weiß nicht, wie’s ohne Tränen gewesen wäre, es war ja eine Premiere. Aber mal ehrlich: Grund zu weinen gibt es doch genug, warum also mit Tränen sparen? Man sollte sich allerdings wegen der Menge schon was ganz Trauriges einfallen lassen – viele Tränchen sind bei mir einfach neben die Teigschüssel gekullert, wo sie natürlich wenig zum Gelingen beitragen.

Und wenn’s Gritli verspricht, dass man den Kuchen auch lange aufheben kann: Ich kann dazu nichts sagen, er ist schon weg.

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Fernsäen

Letztes Jahr um diese Zeit hatte ich einen nigel-nagel-neuen Gemüse-Garten. Ich hab ihn urbar gemacht, Wege angelegt, Beete abgegrenzt und: ich hatte einen Plan. Wo die Tomaten hinsollen, welche Bohnensorte gepflanzt werden sollen, welche Kräuter Sonne brauchen, welche lieber im Schatten wohnen und wo sich die Zucchini ausbreiten dürfen.

Das war alles säuberlichst vorbereitet und an langen Winterabenden durch das Studium aller möglichen Fachliteratur wieder und wieder verifiziert, modifiziert und schließlich festgelegt. Da war die Aussaat ein Klacks: Tütchen aufreißen, Plan befragen und großzügig streuen – fertig. Den Rest macht dann Mutter Natur. Okay: die Karotten ließen sich nur mit einem Presslufthammer ernten, die Kohlernte ist gänzlich gescheitert, weil doch kein Mensch wissen konnte, dass eine einzige Zucchini-Pflanze soo viel Platz braucht, und den Spinat hatte ich ganz vergessen.

Aber sonst: nichts geht über einen guten Plan.

Nur dieses Jahr: Kein Plan weit und breit. Und der Mai naht und nähert. Und zu allem Überfluss ist die Gartenfläche auch noch angewachsen, weil wir einen Zwetschgenbaum hinterrücks gemeuchelt haben.

Was also tun? Der Garten ist etwa 12m lang und 4m breit. Das macht summa summarum um die 40 m² Nutzfläche, weil da ja noch der besagte Weg durchgeht. Und auf der ganzen Fläche steht einsam und verlassen ein Schnittlauch im Wind. Wenn sich nicht bald was tut, wird das eine sehr traurige Angelegenheit und ein sehr gutes Geschäft für den Gemüsehändler auf dem Wochenmarkt.

Und so ist die Idee entstanden: Ich mach den Garten einfach Public Domain oder Open Source oder so was. 20 qm werden der Crowd Wisdom überantwortet, fein parzelliert, und jeder, der schon immer mal sein eigenes oder ein ganz besonderes Gemüse haben wollte, kann sich melden, eine Parzelle adoptieren und darf dann bestimmen, wann und was ausgesät werden soll. Ich werde die Parzellen dann nach Kräften häckeln, notfalls wässern und sorgsam päppeln. Zur Ernte kann dann noch ein Rezept eingereicht werden, das ich dankbar entgegennehme und dafür im Gegenzug ein Bild von den Gesichtern der schmausenden Gäste veröffentliche.

Das nenn ich mal einen Plan! Auf gehts: Zur Verfügung stehen der Einfachheit halber die Parzellen Q1 bis Q20, der Rest wird Gründüngung.

P.S.: Gerade lese ich in der Süddeutschen, dass es außer dem Menschen noch ein gärtnerndes Lebewesen gibt: Den Fleckenlaubenvogel (Chlamydera Maculata). Es ist nämlich so, dass der Laubenvöglerich seiner Laubenvögelin gerne (oder notgedrungen) bunte (das heißt: grüne) Früchte vor das Nest legt, weil sie sonst Migräneanfälle vortäuscht. Natürlich nimmt die Beschaffung dieser Früchte einen nicht unerheblichen Teil seiner Lebenszeit in Anspruch, was ihn wohl auf die Dauer etwas genervt hat. Also entfernt er auf einem Platz in der Nähe seines Nestes das Gras und die Blätter. Und wenn jetzt eines der drapierten Früchtchen anfängt zu schrumpeln oder unansehlich zu werden, dann muss er ese ja entfernen, weil Frau Laubenvögelin das gar nicht goutiert. Und dann legt er es auf dem vorbereiteten Beet ab. Dreimal dürft ihr raten, was da nächstes Jahr wächst: wunderschöne grüne Früchte! Es gibt also mehr als einen Grund, das Samentütchen aufzureißen!

P.P.S: Wenn das mit dem Open-Source-Garten klappt, dann mach ich nächstes Jahr statt Frühjahrsputz Tele-Wischen.

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Event

Gott sei Dank ist das kein Video-Blog – ich bin nämlich ein wenig derangiert. Das liegt daran, dass ich vor dem Apple-Store übernachtet habe.

Nein, keine Angst, ihr habt nichts verpasst: iDingens 2 ist noch in weiter Ferne. Ich dachte einfach, ich leg mich da mal hin und schau, was passiert.

Wenn’s wirklich was Neues gäbe, wären mir da ja zu viele Leute; aber einfach mal so, das müsste ich schon durchstehen, hab ich gedacht. Ich will doch auch mal das Gefühl haben, ganz vorne dabei zu sein. Dieses Gefühl, wenn sich die Türen öffnen, wenn der “Wind of Change” weht, mir um die Nase weht, und ich direkt dabei bin, so dabei , dass ich das Frösteln anfange. Wegen dem besagten Wind, nicht wegen dem nasskalten Wetter.

Ich möchte doch auch mal Teil sein. Teil von irgendwas und ab 2:30 Uhr viertelstündlich meine Befindlichkeiten twittern: “Auf Position 428 vorgerückt. Vorne wurde einer von seiner Frau abgeholt.” Und alle würde es interessieren, weil es ja ein wichtiger Moment wäre. Und alle würden auf meinen nächsten Post warten: “Immer noch 428. Aber 412 beginnt zu gähnen.”

Es ist ein wenig anders gekommen: Die machen am Sonntag gar nicht auf! So war es halt nur einfach langweilig und ungemütlich und überhaupt nicht aufregend. Und: ich war völlig falsch ausgerüstet. Ich hätte schon gedacht, dass da ein iCafe oder so was Ähnliches ist, wo der leckere Latte Vanilla Double Crunch serviert wird, stilvoll im Plastikbecher mit Papp-Muffin, aber nix da. Vielleicht nur, weil Sonntag war. Aber wenn ich da nochmal hingehe, muss ich vorsorgen.

Vielleicht mach ich einen Blog-Event: Füllt mir den Picknick-Korb! Und der erste, der einen angebissenen Apfel einreicht, gewinnt einen Hand-Mixer. Mit Twitter-Funktion. Aber das verrat ich natürlich vorher nicht.

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Selbstüberschätzung

Selbstüberschätzung hat einen Namen: Danning-Kruger.

Nein, nicht dass sich diese beiden besonders gern und gekonnt selbst überschätzt hätten. Justin Kruger und David Danning von der Cornell University haben sich im Gegenteil verdient gemacht, Licht in das Dunkel zu bringen. Ihr 1999 erschienener Artikel trägt den Titel: “Unskilled and Unaware of It”, also etwa: “Unbeleckt von Kenntnissen und Fertigkeiten, aber absolut überzeugt von der eigenen Brillanz”.

Ausgangspunkt ihrer Studien war eine merkwürdige Beobachtung: 70% der Autofahrer halten sich zum Beispiel für überdurchschnittliche gute Autofahrer. Das wirft natürlich die Frage auf, ob vielleicht herkömmliche statistische Methoden fehlerhaft sind. Die würden nämlich darauf bestehen, dass höchsten jeder Zweite überdurchschnittlich sein kann – wir lassen jetzt erst mal die feinen Unterschiede zwischen Median und Mittelwert beiseite. Wenn man daran nun aber nicht zweifeln will, dann muss es eine andere Erklärung geben, und Dunning-Kruger entwickeln eine bestechende Hypothese: Gerade die Tiefflieger neigen zur Fehleinschätzung.

Und das macht auch Sinn, sagen sie, denn: Die Fähigkeiten, einen grammatisch korrekten Satz zu bilden, sind exakt dieselben, wie die, einen grammtisch richtigen Satz zu erkennen. Um also einen Fehler zu erkennen, muss man wissen, wie man ihn vermeidet. Und so kommen sie in mehreren Experimenten zum immer gleichen Ergebnis.

Im ersten Experiment zum Beispiel wurde Studenten eine Liste von Witzen vorgelegt. Zunächst sollten Sie beurteilen, ob der jeweilige Witz lustig ist. Anschließend wurden sie gebeten, einzuschätzen, wie gut sie ihrer Ansicht nach – bezogen auf andere Studenten – beurteilen können, ob ein Gag ein Kracher ist. Das Ergebnis:

zeigt deutlich, dass die Low Performer im unteren Quartil sich deutlich überschätzen, während die Probenden im oberen Quartil ihre Fähigkeiten sogar ein wenig zu pessimistisch einschätzen, und: alle, auch die Tiefflieger, liegen in ihrer Selbsteinschätzung über 50%, wähnen sich also überdurchschnittlich.

Nun ja, Humor ist halt Geschmacksache, könnte man einwenden, aber die weiteren Experimente (Logik-Tests und Sprachkompetenz) führen zu ähnlichen Diagrammen.

Was hat das jetzt zu bedeuten? Nehmen wir mal zum Beispiel: mich. Einen der besten Risotto-Köche der westlichen Hemisphäre, und das auch nur, weil ich nicht weiß, ob im asiatischen Raum überhaupt Risotto zubereitet wird. Ich wäre also im obigen Diagramm eindeutig in der rechten oberen Ecke zu finden. Woraus ich aber schließen müsste, dass ich meine Fähigkeiten tendenziell eher unterschätze! Wie soll das gehen? Noch cremiger, noch schlonziger, noch mehr Nicht-von-dieser-Welt kann doch ein Risotto gar nicht sein! Bin ich die Ausnahme? Oder hat sich in die Experimente von Danning/Kruger doch ein Fehler eingeschlichen? Man muss es fast vermuten.

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Abgesang

Die Zeit, als “alter Sack” eine Beschreibung für die anderen war, scheint abgelaufen.

Piraten heißen nicht mehr Errol Flynn (und auch nicht Johnny Depp), haben weder Augenklappe noch kühnen, in die Ferne gerichteten Blick, werden aber trotzdem gewählt. Von den anderen, den Jungen.

Das wäre noch nicht sonderlich schlimm. Gott, was hatten wir für Ideen, damals. Und letztendlich waren die alle gut. Dass das nicht alle verstanden haben: Kollateralschäden im Generationenkonflikt. Nichts besonderes.

Es hinterlässt natürlich ein mulmiges Gefühl, wenn man es trotz Bemühen nicht versteht. Aber das heißt ja noch nicht, dass es falsch es sein muss. Lass die mal machen, vielleicht verstehe ich es auch irgendwann. Und vielleicht wird dann alles gut – oder zumindest besser als mit der FDP.

Aber das ist ja nicht alles. Anatol Stefanowitsch hat einen “Offenen Brief an die Contentindustrie” geschrieben. Nun muss ich nicht ein Loblied auf A.S. und seinen SprachLog singen, das haben schon viele andere getan. Und ich muss auch nicht alles gut finden, was er schreibt, obwohl ich es sehr häufig tue. Aber diese Suade hinterlässt mich sprachlos. Es geht um “Content”, also Musik, Texte, Bilder, Rezepte, und wie man damit umgehen darf, soll, kann – und A.S. wirft alles um, was meine Mutter mir versucht hat beizubringen. Generationenwechsel? Paradigmenwechsel? Wie geht’s jetzt weiter?

Nun ja, er war vielleicht schlecht drauf und hat das alles nicht so gemeint. Aber noch sprachloser hinterlassen mich die verzagten Repliken (z.B. Florian Freistätter auf den ScienceBlogs), die gerne – zumindest zum Teil – von dem leben würden, was sie produzieren. Aber auch sie scheinen zu spüren, dass da ein Zug in eine andere Richtung lostuckert. Aber darf man das? Darf man alle hergebrachten Prinzipien von Eigentum, Urheberschaft, eigener Leistung und was weiß ich alles einfach umwerfen, bloß weil es geht? Und wie wird das werden? Und legt ihr wenigstens noch eine kleine Pause, so dass ich noch ein paar Jahre so leben kann, wie ich es gewohnt bin?

Versteht mich nicht falsch, Jungs. Das ist eure Zukunft. Aber ich, ich versteh das alles nicht mehr und ich ertappe mich immer häufiger dabei, nur die Gefahren zu sehen bei eurem neuen Leben: wenn ihr euren virtuellen Rummelplatz zum RTL2-Nachmittagsprogramm machen wollt, bitte sehr, aber ich bin jetzt mal weg. Auf der anderen Seite, bei den alten Säcken.

Und deshalb suche ich mir Rezepte aus dem vorigen Jahrtausend. Rezepte, die zu mir passen. Fündig geworden bin ich jetzt erst mal 1996:

Morchel-Lasagne a la Wille Brass

(essen & trinken 12/96, für 4-6 Portionen)

Für den Nudelteig
250 g Hartweizengrieß mit 1 Ei und 3 Eigelb, 1 Prise Salz und 2-3 EL Wasser mit den Knethaken vermengen. Dann mit den Händen zu einem glatten teig kneten und in Folie verpackt etwa 30 Minuten ruhen lassen. Anschließend mit der Nudelmaschine nach und nach immer dünnere Platten ausrollen.

Je 6 Lasagneblätter von 6, 7 und 8 cm Durchmesser ausstechen. Portionsweise in reichlich kochendem Salzwasser 3-4 Minuten garen und abgetropft zwischen dünn mit Öl bepinselte Folieblätter legen.

Für das Ragout
50 g getrocknete Morcheln in einem Sieb gründlich abbrausen und mindestens 4 Stunden in 3/4 l lauwarmen Wasser einweichen. Die Morcheln ausdrücken und mehrfach gründlich waschen, eventuell halbieren. Das Morchelwasser filtern und auf 100 ml einkochen lassen. 3 Schalotten pellen, klein würfeln und in 40 g Butter glasig dünsten. Die Morcheln dazugeben und andünsten. Dann mit 2 EL weißem Portwein ablöschen und mit dem Morchelfond und 250 g Creme Double offen in etwa 6-8 Minuten bei großer Hitze einkochen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Aus 2 Eigelb, 2 EL Weißwein, 1 EL Zitronensaft
und 1/2 TL Dijon-Senf eine Hollandaise verquirlen, langsam erhitzen und 90 g geschmolzene Butter einrühren. In kaltem Wasserbad abkühlen lassen.

Die grossen Lasagneblätter nebeneinander in eine gebutterte feuerfeste Form legen, die Hälfte des Morchelragouts darauf verteilen und mit etwas geriebenem Parmesan bestreuen. Dann die mittelgroßen Nudelblätter darauf legen, den Rest Morchelragout darauf verteilen und wieder mit Parmesan bestreuen. Mit den kleinen Blättern abdecken, Hollandaise darüber löffeln und wieder mit Parmesan bestreuen. Mit je einer Morchel garnieren und bei 200 Grad auf der mittleren Einschubleiste im Ofen 5-7 Minuten überbacken.

 

Da die Fußball-Bundesliga englische Woche hat, reiche ich diesen Beitrag ein beim Event: “Das Eckige muss ins Runde” und lade schnell alle Vegetarier aus dem Bekanntenkreis ein, weil es nicht allzu häufig vorkommt, dass bei uns noch nicht mal Speck oder Fleischbrühe verwendet wird.

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Hmmh.

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Hmmh.

Au Mann. Was ist denn heute für ein Tag? Freitag? Schreibt Robert Freitags? Nö, das wär ja schon heut’ morgen dagewesen.

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Hmmh.

Au! Da! Heike hat Rücken. Die Arme. Aber schöner Rücken eigentlich. Ein bisschen wenig Text. Na ja, bei den Schmerzen.

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Hmmh.

Soll ich vielleicht selbst was schreiben? Och nöö.

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Mir is sooo langweilig.

 

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